| Die Mensur - Seite 2 |
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Der Paukant trägt ein Schutzgewand aus Leder oder Kevlar; der waffenführende Arm ist dick bandagiert und durch einen Lederstulp geschützt, ein Kettenhandschuh ist vorgeschrieben. Der Halsbereich ist durch mehrlagige Seiden- und Lederbandagen bis zum Unterkiefer gedeckt, über die Augen wird eine Eisengitterbrille gespannt. Der Kopf und das Gesicht bleiben als ungeschützte Trefferfläche frei. Die Mensur selbst ist in Gänge unterteilt. Ein Gang wird durch das Kommando der beiden Sekundanten bestimmt. Auf das Kommando "Auf die Mensur" wirft der rechts vom Paukanten stehende Testant, der zwischen den Gängen und in den Pausen den fechtenden Arm stützt, diesen in die Auslage. Als Auslage bezeichnet man jene Haltung, in der der Fechter den Arm über den Kopf legt, wobei der Korb nach links oben gehalten wird und die Klinge in einem Winkel von etwa 45 Grad nach vorne unten weist. In idealer Auslage ist der Paukant vollständig geschützt. Nun erfolgt vom Gegensekundanten das Kommando "Sie liegen aus", worauf der erste Sekundant "Los" ruft. Nach "Los" hat jeder Paukant vier Hiebe zu fechten, wobei nach dem vierten Hieb die Sekundanten sich zwischen die Fechtenden stellen und den Gang mit einem "Halt"-Ruf beenden. Die Hiebe werden aus dem Handgelenk und dem Unterarm gefochten, wobei von den Paukanten versucht wird, auch während des Fechtens der Hiebe die Deckung aufrecht zu erhalten. Parieren gibt es bei dieser Art zu fechten nicht. Das Risiko getroffen zu werden bestimmt jeder Paukant selbst; je gewagter er seine Hiebe ficht, desto größer ist die Möglichkeit den Gegner zu treffen, aber auch selbst getroffen zu werden.Endet eine Mensur nicht vorzeitig, so wird sie "ausgepaukt", das heißt, es werden 60 Gänge gefochten. Es kommt auch vor, daß keiner der beiden Paukanten einen Schmiß bezieht. Nach dem Ende der Mensur trennen sich die Paukanten mit Handschlag und bleiben, aufgrund des gemeinsamen Mensurerlebnisses, einander häufig in Freundschaft verbunden. |
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