| Ehre |
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Ehre - Freiheit - Vaterland. Das sind die drei grundlegenden Prinzipien, an denen sich die Burschenschaft ausrichtet. Nicht zufällig steht Ehre an erster Stelle. Denn ohne ein ehrenhaftes Verhalten, kann man auch den beiden anderen Prinzipien nicht gerecht werden. Mit Ehre ist nicht mehr die Standesehre gemeint, sondern die Bereitschaft, für seine Überzeugungen einzustehen, ein aufrechtes und anständiges Leben zu führen, ein Leben, dessen man sich nicht schämen muss. Ehrenhaft zu leben, bedeutet daher auch, die Ehre seiner Mitmenschen zu respektieren und anzuerkennen. Ehre bezieht sich letztlich auf das Verhalten gegenüber seinen Mitmenschen. Daher ist für den Burschenschafter der "ritterliche Ehrenschutz" auch von entscheidender Bedeutung. Es gibt Regeln des Verhaltens, die man nicht ungestraft verletzen kann. Für seine Ehre im Duell, also im ritterlichen Zweikampf einzustehen, war ein entscheidendes Moment in der Entwicklung des studentischen Ehrbegriffs. Dazu wurde ein streng reglementiertes Verfahren, welches in einer sogenannten „Ehrenordnung“ festgehalten ist, entwickelt. Standardwerke wurden von Busson bzw. Bolgar geschrieben und nach ihnen benannt. Es ist nicht die unpersönliche Gesellschaft, die meine persönliche Ehre schützt, jeder muss für seine Ehre selbst eintreten und sie verteidigen. Wer einen Fehler macht, muss bereit sein, dafür einzustehen, Verantwortung übernehmen und sich gegebenenfalls zu entschuldigen. Alle Regelungen des Ehrenschutzes haben den einen Sinn, den einzelnen auf die Würde seiner Person und aller anderen Personen hinzuweisen. Indem man die Ehre eines anderen verletzt, verletzt man immer auch die eigene. So gesehen ist Ehre kein veralteter Begriff, sondern ein von vielen heute leider zu selten gepflogenes Prinzip der Lebensgestaltung. |
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