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Kommers
Im grundsätzlichen Ablauf ähnelt der Kommers einer Kneipe. Allerdings findet ein Kommers in weitaus umfangreicherem Rahmen statt und wird zu feierlichen Anlässen durchgeführt. Hier finden sich nicht nur Chargierte des veranstaltenden Bundes, sondern auch solche anderer Korporationen ein. Der Kommers wird von den Chargierten geleitet, die in festlichen Wichs gekleidet sind, was den feierlichen Charakter der Veranstaltung unterstreicht. Als Wichs bezeichnet man die aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts stammende studentische Festtracht, bestehend aus Stulpenstiefeln, weißer Hose, dreiviertel langem Samtrock (genannt Flaus), Stulphandschuhen, Schärpe, Barett oder tönnchenförmigern Cerevis als Kopfbedeckung sowie dein Farbenschläger.Mittelpunkt eines Kommerses ist die Festrede. Der präsidierende Chargierte sorgt für den geordneten Ablauf nach althergebrachtem Zeremoniell. Ein Kommers ist im allgemeinen fester Bestandteil jeder korporativer Großveranstaltung und bildet den festlichen Höhepunkt. Anlässe können unterschiedlichster Art sein. So wurden beispielsweise zum tausendjährigen Bestehen Österreichs Millenniumsfeierlichkeiten veranstaltet, in deren Verlauf neben der wissenschaftlichen Aufarbeitung der Thematik durch ein Symposion auch die gesellschaftliche feierliche Komponente, unter anderem in Form eines Kommerses, Ausdruck fand.
Kommerse werden häufig in der Öffentlichkeit als Treffen extremistischer Burschenschafter interpretiert, die einer politischen Demonstration dienen. In Wahrheit handelt es sich hierbei um rein gesellschaftliche, traditionelle Formen besondere Anlässe in angemessener, feierlicher Art und Weise zu begehen. So verstehen es die Burschenschaften in Verbundenheit mit Brauchtum und Tradition, abseits kurzlebiger Zeitströmungen, Feste zu feiern.
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