| Briefe gefallener Studenten |
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Seite 1 von 5 Bernhard Ritter, cand. theol., Marburg geboren am 11. Januar 1917 in Erlangen, gefallen am 2. September 1941 in Rußland 19. August 1941, früh Wir sind wieder auf dem Marsch, haben vor drei Tagen mit einem lachenden und einem weinenden Auge unseren ruhigen Abschnitt verlassen, der uns ein paar Tage Ruhe gab von dem Tempo der letzten Zeit. Freilich haben wir auch da einige Männer zurücklassen müssen - auf der Rückfahrt kamen 'wir an den Gräbern der beiden Kameraden vorbei, die in meinem Wagen verunglückt sind. Man versteht erst jetzt so richtig, was das heißt: Er liegt an meiner Seite, als wär's ein Stück von mir - das fühlt man ganz unsentimental, wie selbstverständlich, auch wenn man den anderen kaum gekannt hat. Die Gräber bleiben dahinten, und es bleibt etwas von einem selbst dort zurück. Es ist das eines der Geheimnisse, die der Krieg uns lehrt, und es ist alles ganz einfach. - Wohin wird der Krieg uns jetzt verschlagen, wie wird es weitergehen? Wir hoffen, daß bald wieder ein entscheidender Schlag geführt wird und daß wir dabei sind. |
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