| Deutsche Hymnen - Ode an die Freude (1823) |
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Ode an die Freude (1823)1. Freude schöner Götter-funken, / Tochter aus Elysium, / Wir betreten feuertrunken, / Himmlische dein Heiligtum! / Deine Zauber binden wieder, / Was die Mode streng geteilt; / Alle Menschen werden Brüder, / Wo dein sanfter Flügel weilt. 2. Wem der große Wurf gelungen, / Eines Freundes Freund zu sein, / Wer ein holdes Weib errungen, / Mische seinen Jubel ein! / Ja, wer auch nur eine Seele / sein nennt auf dem Erdenrund! / Und wer's nie gekonnt, / der stehle weinend sich aus diesem Bund. 3. Freude trinken alle Wesen / An den Brüsten der Natur; / Alle Guten, alle Bösen / Folgen ihrer Rosenspur / Küsse gab sie uns und Reben, / Einen Freund, geprüft im Tod; / Wollust ward dem Wurm gegeben, / Und der Cherub steht vor Gott! 4. Froh, wie seine Sonnen fliegen / durch des Himmels prächt'gen Plan, / Laufet, Brüder, eure Bahn, / freudig, wie ein Held zum Siegen. 5. Seid umschlungen, Millionen / Diesen Kuss der ganzen Welt! / Brüder! Über'm Sternenzelt / Muss ein lieber Vater wohnen / Ihr stürzt nieder, Millionen? / Ahnest du den Schöpfer, Welt? / Such' ihn über'm Sternenzelt! / Über Sternen muss er wohnen. Text: Friedrich Schiller (* 10. November 1759 in Marbach am Neckar; † 9. Mai 1805 in Weimar), geschrieben 1785. Melodie: letzter Satz der 9. Sinfonie von Ludwig van Beethoven (*16. Dezember 1770 in Bonn; † 26. März 1827 in Wien) |
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