Wiener akademische Burschenschaft Albia

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Historie - 1877-1883 PDF Drucken E-Mail
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Seit dem 13. März 1877 kam es zur Fühlungnahme mit der Verbindung „Gothia“ (mit den Farben „schwarz-blau-gold“), die sich ebenfalls konservativ erklären wollte. Man strebte hinfort eine Vereinigung mit Albia an. Gothia hatte damals 9 Aktive und 2 Alte Herren aufzubieten, Albia nur einen einzigen Aktiven, aber dafür 12 Alte Herren.
Beide Verbindungen fusionieren und die noch heute gültigen Farben „schwarz-rot-gold“ auf blauem Grund werden angenommen. Am 28. Mai 1877 konstituiert sich die „Wiener Burschenschaft Gothia“ in der Schlösselgasse, 8. Bezirk, „Zum Riedlhof“. Der Wahlspruch wird, auf Antrag der Herren Pergelt und Grüllemayer, auf den auch heute noch bestehenden, „EHRE, FREIHEIT, VATERLAND“ abgeändert. Aufgrund interner Streitereien treten die meisten Gothen aber wieder aus dem Bund aus. Am 3. Februar 1878 benennt man, durch einen Antrag eines der wenig verbliebenen Gothen, Franz Worel, die „B! Gothia“  in „B! Albia“ um.

Eben dieser Worel ficht auch die erste Mensur der Albia gegen das C! Alemannia. Es folgen Anerkennungsmensuren mit der B! Silesia und Mensuren mit der B! Olympia. Die Fechtfreudigkeit der Alben brachte es mit sich, dass man auch mit Landsmannschaften und Corps die Klingen häufig kreuzte.

Am 5. Oktober kommt es zur Gründung des „Kleinen Kartells“ mit der B! Teutonia Prag (gegründet 1877).

1883 findet der Wagnerkommers in den Sophiensälen statt. Aufgrund seiner dort gehaltenen antisemitischen Rede wird aF Hermann Bahr von der Universität relegiert. Nachdem Theodor Herzl, damals auch Albe (Couleurname Tankred), vom Inhalt dieser Rede erfuhr, stellt er ein Aussprungsgesuch. Er wird zunächst gestrichen und erhält letztlich doch den ehrenvollen Austritt. AH Portheim vertrat nämlich die Auffassung, dass niemand, der einmal im inneren Verband des Bundes gewesen war, der ehrenvolle Austritt gewährt werden solle. Die Burschenschaft ist ein Lebensbund, man kann sie nicht einfach verlassen!



 

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