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Alma Mata Rudolfina
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Die 1365 von Rudolf IV. gegründete Alma Mater Rudolfina stellt heute (nach dem Ende der Deutschen Universität in Prag) die älteste deutsche Universität dar. Mit fast 66.000 inländischen Hörern ist sie nicht nur die größte Universität Österreichs, sondern auch eine der größten Europas. Die moderne Massenuniversität mit überfüllten Hörsälen, zu wenig Praktikum- und Seminarplätze, langen Wartezeiten und Wegen zwischen einzelnen Instituten macht einem das Studieren zwar nicht leichter, aber man lernt dafür fürs Leben und erwirbt recht gute Fähigkeiten beim Organisieren und Improvisieren. Ein großes Plus sind die – zum Großteil – hervorragenden Vortragenden und Professoren, meistens engagiertes Institutspersonal und gut ausgestattete Bibliotheken. So sind nicht weniger als acht Nobelpreisträger aus der Alma Mater Rudolphina hervorgegangen (so z.B. der berühmte Verhaltensforscher Konrad Lorenz, der Physiker Erwin Schrödinger, oder auch Karl Landsteiner, der Entdecker der Blutgruppen) – leider – so muss man hinzufügen – seit Einführung der Massenuni und dem Kaputtsparen der Institute niemand mehr.

Die Lehre in Wien gilt zwar als eher Theorie orientiert, dafür ist das System nicht so verschult wie anderswo und man hat in seiner Semestergestaltung, was die Kurse angeht, eine große Auswahl und viel Gestaltungsspielraum. Die Uni punktet darüber hinaus mit kostenlosen Sprach- und Computerkursen, auch das Universitätssportinstitut (USI) bietet günstige Kurse in zahlreichen Sportarten an. Es gibt ein Universitätsorchester und zahlreiche interdisziplinäre Vortragsreihen, die man Besuchen kann.

Abschließend kann man sagen, dass es sich sicher lohnt, wenn man in Wien studiert und das Angebot auch wirklich nutzt. Aber das Studieren nicht nur in ehrwürdigen Bibliotheken und schmutzigen Hörsälen sitzen heißt, sondern Studentenleben mehr bietet, wirst du schon noch sehen!



 

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